Tiefseetauchen - Tauchen Weit unterhalb der Meeresoberfläche breitet sich eine Dunkelheit aus, an die nicht der winzigste Strahl Tageslicht dringt. Diese kalten Tiefen sind unheimlicher, faszinierender und schockierender als ein Film von David Lynch und reizen immer mehr Sportler auf der Suche nach dem besonderen Kick. Normale mit Pressluft gefüllte Sauerstoffgeräte werden bis 40 Meter verwendet, bis 450 Meter unter dem Meeresspiegel sorgen spezielle Gasgemische und so genannte Druckanzüge für die sichere Rückkehr der Wagemutigen.
Für weitere Unterwasserreisen ist der Mensch auf Tauchboote angewiesen, von denen aus er einen Blick auf das Nichts erhaschen kann. Ab etwa 190 Metern unter der Oberfläche beginnt die komplette Finsternis, wobei auch in tropischen Gewässern weitere 10 Meter abwärts die Temperatur nur noch bei etwa 4 Grad Celsius liegt. Die Challenger-Tiefe im Marianengraben im Pazifischen Ozean liegt bei 11.034 Metern. Dorthin gelangten bisher nur unbemannte Boote. Im Dezember 2003 gelangt es dem Taucher Mark Ellyatt ohne Boot auf eine Tiefe von 313 Metern zu kommen. Dieser Rekord wurde im Juni 2005 vom Südafrikaner Nuno Gomes im Roten Meer gebrochen, der mit Hilfe eines neu entwickelten Atemreglers als erster Mensch bis zu einer Tiefe von 318,25 Metern vordrang.
Wie alle Extremsportarten geht die Faszination des Tiefseetauchens von der weitmöglichst regulierten Gefahr in einem lebensfernen Raum des Menschen aus. Wer nicht gleich den Weltrekord übertrumpfen möchte, kann auch als Tauchneuling Kurse belegen. Der Golf von Elat in Israel ist wegen seiner guten Sichtweite sehr populär.
Für die Teilnahme an einem Anfängerkurs muss man schwimmen können und die Unbedenklichkeitserklärung des Arztes und ein Röntgenbild vom Brustkorb vorlegen. Auch vom ansonsten landschaftlich facettenreichen Polis auf Zypern aus können Tauchgängen unternommen werden, weil das Küstengebiet Akamas besondere Abgründe bietet.
Auf der thailändischen Insel Koh Lanta in der Adamanen See, die als Tauchparadies schlechthin bekannt ist, ist Tiefseetauchen die wahrscheinlich am besten ausgebaute und beliebteste Sportart.
Vergessene Lebewesen im Hadopelagial (Marianengraben)
Als 1960 Jaques Piccard und Don Walsh die Tiefe von 10740 Meter – mit dem Tiefseetauchgerät TRIESTE - erreichten, erblickten Sie für einen kurzen Moment einen vorbei schwimmenden Fisch.
Der Borstenwurm (= Hadopelagial) lebt in diesem extremen Lebensraum, der bei einer Temperatur nah am Gefrierpunkt und in einer Tiefe von 6000 - 11000 Meter (Hadopelagial) zu Hause ist. Der Druck dieser Region liegt bei ca.1013 Bar in 10000 Meter Tiefe.
Abschließend noch einige interessanten Meerestiefen:
Witjastief - 11034 m an der tiefsten Stelle
Triestetief - 10916 m
Challengertief - 10889 m
Philippinengraben (Galatheatief) - 10540 m
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» Verschollen und Vergessen. Geheimnisse unserer Geschichte
» du 772 - Pazifik. Das Meer der Inseln (du - Die Zeitschrift der Kultur)
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