Bei der Goldmünze Deutschland unterscheidet man zwischen historischen Goldmünzen und aktuellen Goldmünzen.
Nachdem in Deutschland die Mark als Währungsbezeichnung eingeführt wurde, wurden 1871 die ersten Deutschen Goldmünzen in der neuen Währung geprägt. Es handelte sich um die 20-Mark-Ausgabe aus Preußen mit dem Porträt Kaiser Wilhelm I.
Schon im Jahr 1872 prägten auch die Großherzogtümer Baden und Hessen sowie die Königreiche Bayern, Württemberg und Sachsen eigene Deutsche Goldmünzen. Jeder damals geprägten Goldmünze Deutschland ist gleich, dass sie auf der Vorderseite das Porträt des jeweiligen Regenten tragen, während auf der Rückseite in der Mitte der gekrönte Bundesadler zu sehen ist, außerdem das Prägejahr und die Umschrift „Deutsches Reich“ sowie unten die Wertangabe. Als Währungsangabe ist bis zum Jahr 1873 nur der Buchstabe M als Abkürzung für Mark zu sehen, erst ab dem Jahr 1874 wird das Wort Mark für die Währung ausgeschrieben.
1874 erschienen auch die ersten 10-Mark-Goldmünzen, die ebenfalls die jeweiligen Regenten zeigten. Eine Ausnahme bildet allerdings die Deutsche Goldmünze der freien und Hansestadt Hamburg aus dem Jahr 1875, die erstmals nicht einen Regenten, sondern das behelmte Stadtwappen, das von zwei Löwen gehalten wird, zeigt.
In den Jahren 1877 und 1878 wurden 5-Mark-Goldmünzen herausgegeben, die nur etwa zwei Gramm wogen und mit einem Durchmesser von 17 Millimetern die kleinsten Goldmünzen der damaligen Zeit waren.
Die höchste Auflage der damals geprägten Deutschen Goldmünzen erzielte die 1877 in Berlin geprägte 5-Mark-Goldmünze. 1915 wurden dann die letzten Goldmünzen im Kaiserreich geprägt, es handelte sich um eine 20-Mark-Goldmünze, auf der Kaiser Wilhelm II in Uniform zu sehen ist.
Doch auch heutzutage werden Deutsche Goldmünzen herausgegeben. So kam beispielsweise 2001 die erste und zugleich auch letzte DM-Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland auf den Markt. An den fünf Prägeorten Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe wurden jeweils 200.000 Stück der 1-DM Goldmünze hergestellt.
Am 09.05.2002 gab es dann die ersten Euro-Goldmünzen, und zwar eine 200-Euro Goldmünze und eine 100-Euro Goldmünze. In der Mitte der Münzen findet sich das €-Zeichen in einem Kreis, umgeben von Sternen. Rings umher finden sich die Worte „Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro“. Auf der Rückseite ist der Bundesadler zu sehen sowie der Schriftzug Bundesrepublik Deutschland.
In den folgenden Jahren gab es weitere Goldmünzen, wie zum Beispiel jährlich eine Goldmünze zu dem Thema Weltkulturerbe Unesco. 2003 war hier die Stadt Quedlinburg vertreten, 2004 Bamberg, 2006 Weimar, 2007 Lübeck, 2008 Goslar, 2009 Trier und 2010 Würzburg. Für das Jahr 2011 ist eine Goldmünze der Wartburg vorgesehen, für 2012 die Stadt Aachen und 2013 das Gartenreich Dessau-Wörlitz. In dieser Aufzählung fehlt das Jahr 2005, für das eigentlich die Stadt Lübeck geplant war. Da aber 2006 die FIFA-Fusballweltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen wurde, entschied das Bundesfinanzministerium, statt dessen 2005 eine Goldmünze mit der Draufsicht eines Fußballstadiums herauszugeben.