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Europäische Goldmünzen

Seit der Antike gilt die Goldmünze als Zahlungsmittel und Wertanlage. Der Goldwert kann überall auf der Welt ermittelt und damit lokale Güter und Dienstleistungen erworben werden. Je nach Epoche der Geschichte waren bestimmte Goldmünzen als internationaler Standard angesehen. Bis zum ersten Weltkrieg waren in vielen europäischen Ländern Goldmünzen auch als normale Zahlungsmittel im Umlauf. Als Beispiel dienen die 20 Reichsmark Stücke, die von 1874 bis 1915 als Umlaufmünzen geprägt wurden und etwas mehr als 7 Gramm Feingold enthalten. Diese sind heute noch in Mengen verfügbar und notieren, mit Ausnahme einiger seltener Jahrgänge, mit dem reinen Goldwert. Vergleichbare Goldmünzen gab es auch als 20 Franc „Marianne“ in Frankreich, "Sovereign" in England oder "Vreneli" in der Schweiz. Diese Münzen spielen heute, da nur begrenzt verfügbar, keine nennenswerte Rolle am Markt für Goldmünzen.

Weltweit haben sich die Unzen-Stückelungen durchgesetzt, wobei es Stückelungen bis zu einer zwanzigstel Unze gibt. Eine Unze entspricht 31,1 Gramm Feingoldgehalt. International gilt der Krügerrand aus Südafrika, der Maple Leaf aus Kanada, das Nugget aus Australien und der US Eagle als Standard.


Goldmünzen Europa

Bei den Goldmünzen Europa besticht besonders der seit 1989 ausgegebene Wiener Philharmoniker durch sein ansprechendes Design und einem minimalen Preisaufschag auf die aktuelle Goldnotierung. Zudem ist der Philharmoniker die einzige europäische Goldunzenprägung, die in nennenswerten Stückzahlen produziert und auch außerhalb Europas verkauft wird.
Der eingeprägte Nennwert der Eine-Unze Goldmünze von 100 Euro bedeutet zwar, dass es sich um ein gesetzliches Zahlungsmittel handelt, in Anbetracht des aktuellen Goldwertes dieser Goldmünze von etwa 1000 Euro wird jedoch niemand mit ihr bezahlen.

In Großbritannien wird seit 1987 die Britannia als Goldunze produziert, konnte sich aber nicht gegen den Philharmoniker durchsetzen und gilt eher als Sammlermünze.

Deutschland gibt seit 2002 ebenfalls wieder Goldmünzen heraus. Es handelt sich um 100 Euro Stücke mit jährlich wechselnden Motiven in Stückelungen zu einer halben Unze. Diese wurden bis 2010 mit einem Prägeaufschlag von 25 Euro auf den Goldwert von der Versandstelle für Sammlermünzen ausgegeben. Ab 2011 steigt der Prägeaufschlag auf 50 Euro pro Stück. Die Auflagen sind limitiert und liegen bei 500.000 Stück pro Ausgabe mit sinkender Tendenz. Somit sind die deutsche Goldeuros eher den Sammlermünzen als den Goldmünzen zur Wertanlage zuzuordnen. Dies gilt insbesondere auch für das seit 2010 produzierte 20 Euro Goldstück zu 1/8 Unze mit Motiven verschiedener Baumarten. Der auch dort berechnete Prägeaufschlag verteuert die Münze erheblich.

Zur optimalem Wertanlage mit Goldmünzen Europa eignet sich somit der österreichische Philharmoniker am besten, da er den geringsten Prägeaufschlag kostet.

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