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Nationalgerichte Asiens
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Die Nationalgerichte Asiens

Das Nationalgericht Vietnams ist die Nudelsuppe Pho Bo. Sie besteht neben den Nudeln als Hauptzutat aus Rindfleisch und Kräutern, insbesondere Minze und Thai-Basilikum. Dazu wird die berühmt-berüchtigte Fischsauce Nuocmam gegeben, über deren Herstellung hier aus Gründen der Appetitlichkeit geschwiegen wird.

Die Peking-Ente ist zweifellos das bekannteste Gericht aus dem Reich der Mitte und dazu eines der schwierigsten. Das Rezept stammt aus der Region um die Hauptstadt Chinas, Beijing. Die dafür verwendeten Enten sind besonders gefütterte Tiere. Sie werden mit speziellen Techniken ausgenommen und aufgeblasen, um die Haut vom Fleisch zu lösen. Anschließend wird die Ente mehrere Stunde an der Luft getrocknet und dann wiederum einige Stunden gebacken. Durch eine Marinade aus Honig oder Malzzucker erhält die Peking-Ente Ihre typische leuchtend rote Farbe.
Sukiyaki wird in Japan als das Nationalgericht angesehen und war ursprünglich einmal eine Soldatenspeise. Es handelt sich dabei um einen Eintopf, der - ähnlich wie das schweizer Fondue - am Tisch fertig zubereitet wird. Er besteht meist aus hauchdünnen Rindfleischstreifen, Tofu, Nudeln, Lauch, Zwiebeln, Chinakohl und den in Japan populären Enoki-Pilzen. Das Wort Sukiyaki bedeutet auf deutsch "Auf dem Pflug gebraten", da die Zubereitung anfangs im Freien mit Hilfe von Pfugscharen vollzogen wurde. Dies hatte den Hintergrund, dass der Verzehr von vierbeinigen Tieren nach buddhistischer Lehre verboten ist und das Kochen von Rindfleisch in der Küche daher verpönt war. Wie beim Fondue, das bei uns in Deutschland häufig zu Sylvester gegessen wird, ist Sukiyaki eine Mahlzeit, die man gern zur japanischen Jahresendfeier serviert.



In Indien ist Thali das Nationalgericht. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung verschiedender Speisen, wobei Reis die Grundlage ist. Es werden ein pikanter Kichererbsen- oder Linsenbrei, gebackene Fladen aus Getreide und Linsen, Joghurt, Gemüsecurries, kleine Mengen Chutney oder Pickle - ein Gemisch aus kleingeschnittenem Gemüse und Früchten - und ein süßes Dessert gereicht. Man unterscheidet generell zwischen nord- und südindischem Thali, wobei die nörliche Variante dem Thali den Namen gab. Das Thali ist eigentlich das Tablett, auf dem die verschiedenen Nahrungsmittel serviert werden. Dieselbe Mahlzeit wird in Südindien meist auf einem Bananenblatt angerichtet.

Aus Indonesien stammt die wohl am weitesten verbreitete asiatische Speise, das Nasi Goreng. Übersetzt bedeutet dies "gebratener Reis" Interessant ist, dass die Zubereitung dieses Gerichts ursprünglich eine rituelle Bedeutung hatte. In alter Zeit sprach man dieser Mahlzeit die Fähigkeit zu, besondere Kräfte zu wecken. Die Zutaten variieren meistens. Die Hauptbestandteile des Nasi Goreng sind jedoch der namensgebende Reis, verschiedenes Gemüse und Fleisch von unterschiedlichen Tieren.

Reich sein Austria Spezial