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Nationalgerichte Osteuropas
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GulaschEine kulinarische Rundreise durch Osteuropa

In Osteuropa gibt es viele Länder, deren Küche den Deutschen nur zum Teil bekannt ist. Jedes der vielen Länder hat dabei sein ganz eigenes Nationalgericht, das meistens eher deftig und herzhaft ist.

Als Nationalgericht der Polen gilt Bigos, der aus Sauerkraut und Weißkohl, verschiedenen Fleischarten, Wurststücken, Pilzen und Speck zubereitet wird.

Ein wenig weiter Richtung Nordosten, in Litauen gelten 'Cepelinai', Kartoffelklöße, die mit Hackfleisch gefüllt und in Zeppelinform serviert werden, als Nationalspeise.

Das baltische Nachbarland Lettland nennt sein Nationalgericht 'zirni un spekis' - Erbsen mit Speck. Diese werden besonders zu Weihnachten serviert. Bei den Erbsen handelt es sich aber nicht um die bei uns üblichen kleinen grünen, sondern etwas größere gelbe bis graue Erbsen.

Im dritten baltischen Stadt - Estland - ist das Nationalgericht Heringssalat mit Rote Beete, der sogenannte 'Rossolje'. Der neben der gekochten roten Beete und dem Fisch noch einige andere Zutaten wie Kartoffeln, Karotten, saure Gurke, Apfel und saure Sahne enthält.



Der euroäische Teil Russlands zählt natürlich auch zu Osteuropa. Hier gelten Blinis - kleine aus Buchweizen hergestellte Pfannkuchen - als traditionelle Speise. Diese eher herzhaften Pfannkuchen können z.B. mit Lachs oder Eiersalat serviert werden.

Auch in Weißrussland werden traditionell Pfannkuchen gegessen, hier jedoch die aus Kartoffeln bestehenden 'Draniki'.

In der Ukraine ist der über die Grenzen hinweg bekannte Borschtsch das Nationalgericht. Diese Suppe wird hauptsächlich aus Rote Beete und Weißkohl zubereitet, wobei noch andere Zutaten hinzukommen können. Borschtsch ist auch in anderen osteuropäischen Ländern sehr beliebt.

In Moldawien, dem kleinen Staat zwischen der Ukraine und Rumänien ist das Nationalgericht Chorba - eine Rindfleischsuppe mit Weißkohl und Bohnen.

Das rumänische Nationalgericht heißt Sarmale, womit Kohlrouladen gemeint sind. Auch die Polenta ist hier sehr üblich.

Etwas südlicher, in Bulgarien, isst man traditionell gerne den Schopska-Salat, bestehend aus Gurken, Paprika, Zwiebeln und Peperoni.

Das Nationalgericht der Serben und Bosnier sind die auch bei uns bekannten Cevapcici - gegrillte und gut gewürzte Hackfleischröllchen.

Die Kroaten essen ebenfalls gerne Cevapcici, als Nationalgericht kann man zudem aber auch die 'Purica s mlincima' bezeichnen. Wenn man dies bestellt, bekommt man einen Truthahn mit gebackenen Nudeln serviert.

Mit dem schwer auszusprechenden Namen 'Štruklji' ist die slowenische Nationalspeise gemeint: Mehlklöße, die man z.B. mit Walnüssen oder Hüttenkäse füllen kann und sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage serviert bekommt.

Die Ungarn essen traditionell sehr häufig 'Pörkölt', womit Schmorfleisch gemeint ist, dass mit einer Paprikasauce serviert wird. Bei uns ist dieses Gericht besser bekannt unter der Bezeichnung 'Ungarischer Gulasch'.

In der Slowakei fällt es dem Urlauber etwas schwieriger das Nationalgericht von der Karte vorzulesen. Dieses nennt sich 'Bryndzové Halušky'. Bestellt man dies, bekommt man Kartoffelspätzle mit Schafskäse serviert.

Der Kreis einer kulinarischen Rundreise durch Osteuropa schließt sich in Tschechien. Die traditionelle Nationalspeise dieses Landes heißt Svicková. Dahinter versteckt sich ein Rinderbraten, der in einer Sahnesoße mit den klassischen böhmischen Knödeln serviert wird.


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